25.12.07 19:02


Reiseberichte

24.07
Dir,

der einzigen von Wert zwischen meinem sonst so törichten Umgang, der so nicht war, der so erst wurde. Ich schreibe aus den hohen Räumen des herrschaftlichen Anwesens auf dem meine Reisegruppe und ich vor einigen Tagen zu residieren beschlossen haben. Das alte Gemäuer ist nicht halb so zu fürchten wie das grausige Wetter. Es schüttet immer und donnert, blitzt und grollt. Die Landschaft vor den Fenstern, vor den Türen und im Tal ist in ein einziges sonnfremdes Grau getaucht. So etwas habe ich noch an keinem Ort und zu keiner Gelegenheit gesehen. Du wirst denken, das üble Treiben am Himmel und der frischen Luft muss auf unser Gemüt schlagen. Weit gefehlt. Wir verbringen hier sogar die schönste Zeit, seit unserem Aufbruch vor drei Wochen. Nur N macht mir zunehmend Sorgen. Er weigert sich zu essen. Bezeichnet sich selbst mit einem Mal der Grausame, durchstreift die Zeit in Worten, nennt sich Alexander, Sohn des Gefallenen, brennt sich mit einem glühenden Schürhaken die Buchstaben N E R O in die Schenkel und schimpft sich selbst, das Unheil über die Welt gebracht zu haben: Ich bin Rasputin, Zeitreiter, Meister der Lurche und Schlurche, gestraft auf immer unter euch zu wüten! Kurz, N ist übergeschnappt und das schon vor einigen Tagen, als wir die Stadt durchs Tal erreichten. Du würdest sie auf keiner Landkarte finden, so klein ist sie und N, ein stinkender Haufen Elend, sitzt hinten im Wagen und bibbert die Geburtsdaten der aufbegehrenden Mitstreiter seines einfallenden Geistes auf. Ich habe gestern sein Schreibbüchlein im Gemeinschaftszimmer gefunden und mich entschlossen, dir seine letzte Eintragung zu kopieren. Wenn du nie wieder von mir hörst, so wirst du wissen, welcher Hand unsere Liebe zum Opfer gefallen ist. Du verzeihst mir doch mein Albern und Spotten, es ist zu schön dich bald lesend zu wissen. Noch dazu sind die Räume, wie gesagt, hoch und dünnen jedes aufkommende Unwohlsein sogleich aus.

Hier nun seine Eintragung vom 18.07
(Der bisher einzig warme Tag unseres Aufenthalts.)

Sie ist ATEMBERAUBEND, mein Hintern holpert auf der harten Bank eines fremden Wagens. Die weltgewandte Dame neben mir verspricht das feuchte Glück ihrer Schenkel. Unsere Körper sind im engen Raum ganz aneinandergedrückt. Es ist so heiß, so heiß. Die Stadt, sie ist so atemberaubend. Meine Hände sind ganz aneinandergedrückt, im eigenen Schweiß halte ich sie fiebernd ineinander geklemmt. Die Menschen auf der Straße sind klein und gepflegt. Sie riechen bis zu mir, sie riechen frisch gewaschen und sauber. Ich stecke mein Gesicht unter meine Achsel um mir hernach den herrlichen Duft der Stadt einzuflößen. Ich bin ganz klamm, Angst tut sie mir nicht an, diese Stadt. Es wären jetzt nicht schlecht: ein Kompass in der Tasche, ein Taschenträger für das viele Gepäck, das Wissen von den großen Richtungen. Wo ist der Süden? Habe ich den Norden erreicht? Es wäre nicht schlecht, die Haare gemacht zu haben, nein, wirklich nicht. Es ist aber nicht möglich. Würde ich meine Arme heben um die Haare zu ordnen, die Dame neben mir stürbe dahin an meinem Gestank. Sie trägt eine Perle, gefasst in Weißgold um den Hals.
Die Menschen tragen große Taschen und ich spreche nicht in Bildern. Die Menschen haben viel Gepäck. Ich sehne mich so nach meinem Kamm in der unerreichbaren Innentasche
meines Mantels.

Wir haben unsere Herberge erreicht. Es ist Zeit aus der Erde zu brechen wie ein junger Gott. Der Filter meiner ersten Zigarette war blutig, als ich sie zu Boden warf und zu den anderen Göttern trat.








26.07

Du entschuldigst, dass ich mich im Bericht nicht weiter mit meinem Gemüt aufhalte, mir geht es unverändert und gut, sehr gut, sondern gleich über N schreibe, der dir nicht viel weniger
von Interesse sein kann.

Schrieb ich, er weigere sich zu essen? Nichts davon! Wie unbedacht und weit muss ich meine Annahme über jeden Zweifel erhoben habe! Der gute N hortet ganze Fleischvorräte im Keller. Er hat dort eine kalte Grotte als Lager gefunden und schleppt das Fleisch viehweise hinauf, auf sein Zimmer, um es auf langen Spießen über dem Kamin zu braten! Mensch, der Teufelskerl futtert ganze Horden in Heimlichkeit und verweigert beim gemeinsamen Mahl jeden Bissen, den wir ihn drängen zu sich zu nehmen. Da spielt er uns den verwirrten Möchtegernmönch, überwältigt von der Reinheit, die ihm seine Enthaltsamkeit vorgaukelt. Möchtegernreinheit, sage ich dazu! Keine große Zauberei, dass er nichts hinab geschlungen bekommt, bei den Massen an Fleisch, die er zu sich nimmt!
Zwar sind mir die Hintergründe seines Handelns vollkommen schleierhaft, aber zumindest bin ich seinem Tun auf die Schliche gekommen. Er sagte, er wollte ein Stück spazieren gehen und ich zögerte keine Minute, lief in sein Zimmer, auf der Suche nach dem Büchlein und einer neuen Eintragung. Da empfing mich der herrliche Duft von gebratenem Fleisch und über dem Kamin die Reste seiner letzten Fressorgie. Wie lange treibt er das bereits? Er müsste längst fett wie eine prächtige Mastsau sein.

Ich las seine letzte Eintragung und wartete danach gespannt auf seine Rückkehr, beobachtete, wie er sich an der Mauer lang in den Keller stahl. Ein ganzes Wildschwein hatte über der Schulter! Dieser Schleicher! Hier nun also seine letzte Eintragung. Aus ihr werde ich wohl nie schlau.

Eintragung vom 20.07.

Ich habe Voltaire getroffen! Er besteht auf diesen Namen. Er nennt mich Napoleon. Er ist verrückt. Er trägt das Wetter im Hirn. Er saß tief betrübt auf einer zerlumpten Decke in einer Ecke seines kalten Zimmers. Wäre es ein bisschen heller gewesen, er wäre bei meinem Anblick einfach nach hinten geplumpst. Tot. Ich bin ganz sicher. Er sah mich nicht, erst mein Gestank, kaum weniger eindringlich als die Ausdünstung von Schnecken und Rattenvieh im Raum, ließ ihn aufmerksam werden. Er tat, als wolle er ins Dunkel hineinhorchen. Dummkopf. Ich stinke doch! Voltaire! Als ich ihn mit der lächerlichen Bruchstückhaftigkeit beim Gebrauch seiner Muttersprache von meinem Menschsein und meiner Verletzbarkeit beruhigt hatte, schmiegte er sich an mich wie ein Kätzchen. „Wer sollst du sein?“, fragte er mich und ich antwortete: „Ich bin Napoleon. König der Feinde, ich werde dich nicht erlösen.“ Dabei sah ich wohlwollend im Zimmer herum. Ich wollte nicht, er bekäme den Eindruck, ich rümpfte die Nase über die Bescheidenheit seines Hausens. „Aber - ich schenke dir ein Transistorradio!“ Da glotze er wieder dumm. Zumindest kreischte er nicht wie ein
schreckhaftes Hühnchen.

Die ganze Nacht stellte er mir Fragen. Ich antwortete mal Wahrheit und mal log ich, wenn mir kein spaßiger Einfall zu lügen kam. Ich bin von den Steinen gebrochen! Die Wahrheit machte nicht weniger Eindruck auf ihn. Nur weil ich all das bin, was sich die ganze Menschheit wünscht. Es ist so wunderbar, so herrlich. Ich nehme die Schmerzen im Kiefer auf mich, ich nehme den Gestank auf mich. Voltaire isst das Fleisch roh, mit Maden. Ich werde ihm ein Gewürzschränkchen mitbringen, das nächste Mal. Er meint, einen Knochen in der Zeit entdeckt zu haben. Er nennt ihn: Stockbetten für die Seniorenresidenz.
30.9.07 09:31


Ich denke, ich sollte keine Gedichte mehr schreiben. Sie alle platzen vor lauter Aufgeblasenheit und das! veranlasst mich zu kotzen. Ich wollte zum Beispiel über das Mädchen mit dem rötlichen Haar schreiben, schwanger und verzehrt von Einsamkeit und den Sommerjungen, dessen Schulterblatt sich bedächtig unter der gebräunten Haut hin und herschiebt. Ein mächtiges Tier unterm Sand.
Er findet ihr Haus und steht ganz nah an der Wand, spießt seine geschwollenen Lippen an die getrocknete Steinpaste. Wartet, dass alles vergeht.
Die Arbeitslosigkeit der Gebärmutter, der konsequente Wille alles zu erkennen, zu verstehen.


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Die Zeit ist dem Zufriedenen der größte Feind, sie schickt ihn an die Front – wenn er heimkehrt, ist nichts wie es war.

Die am Geistkrebs erkrankten bedürfen meiner besondern Aufmerksamkeit und Fürsorge. Um nicht schon zu Beginn in eine selbstgerecht ausgehobene Grube fragwürdiger Bedeutung zu stolpern, benenne ich meinen Patienten vorneweg, da es sich immer nur um einen und immer um ihn handelt. Es ist G, Halbkreis meiner visuellen Begierden. Mein erster Blick geht hin zu ihm, wenn ich meine Augen vom Meer und von einer ersten Zigarette löse. Wir nehmen uns ein Haus im späten Abend und schlafen im zugigen Nachtflur, erwachen trocken in der glühenden Sonne, im Garten hinter dem Haus.

Am Strand kann es passieren, dass ich mich mit einem Mal tief in seiner Nähe wähne, den Sand durchsiebe, ob dort nicht Abdrücke seines Körpers zu finden sind. Wir halten uns unter den Armen und stützen einander ins Meer: Zwei am Geistkrebs erkrankte. Ich, umkränzt mit den blauen Bändern der Neulinge, frischinfiziert und er trägt schon sein Abschiedskleid unter der Haut.

Durch ihn erfreue ich mich der Genugtuung eines gebrauchten Menschen und erfahre stets besondere Bestätigung, wenn sein hohes Wesen auf die günstigen Nervenwerkzeuge und alltäglich gegenständlichen Banalitäten aus meinem Besitz angewiesen ist. Ich koche sein Essen, wasche seinen Körper und kümmere mich um seine Zigaretten. Bei all dieser Aufopferung vermute ich keine tiefere Freundschaft seinerseits, die sich inflationär, beginnend bei meinen Fähig- und Tätigkeiten an ihm über meine sonstigen, für den Umgang aneinander ja irrelevanten Charakteristika ergießt.

Vergangenen Tags besuchten wir ein Museum, in dem die Methoden der Inquisition anhand allerleier Foltergerätschaften erklärt werden. Die sogenannte Eiserne Blume erregte seine besondere Aufmerksamkeit. Ein Eisenstiel und daran die geschlossene Eisenknospe aus drei Blättern, die sich kreisförmig öffnen, wird am Stiel gedreht. Die scharfen Blüttenblätter und deren Härchen, durch spitze Nägel dargestellt, reissen im Mund des Ketzers das Geständnis in den Kopf. Im Geschlecht der Hure das Gelübde, den vernarbten Unterleib nie wieder einer Liebelei zur Verfügung stellen zu wollen. Leichenschändung, oder was.
Beide leben sicher schon lange nicht mehr und mein Begleiter sagt: Das mache ich mit dir, wenn du mich betrügst. Er lacht und ich

Ich weiß nicht, ob ich ihn kritisieren, vielleicht zurechtweisen oder weiter sprechen soll, bevor er mir endgültig das Wort raubt. Idiot, nenne ich ihn, ohne den geschwisterlichen Ton eines Spaßes und unterstelle ihm, nicht viel nachgedacht zu haben, bevor der geäußerte Schwachsinn ungehindert mit ihm durchgehen konnte. Ich beiße ihn beinahe auf und behalte so die Kommandantur über die Geräusche, die im Halbmond stets wachsender und beinahe aggressiver Gier nacheinander auf und abtauchen.

Nachts lösche ich alle Unanständigkeit, nachts habe ich Angst vor ihm.

Wir gehen zwischen Bäumen, da habe ich eine Vision von G, wie er auf mich zuläuft. Großgewachsen ist er, zwischen Schatten und Licht, das, was ich von ihm erkenne, zwischen dem umhertreibenden Haarsträhnen im wüsten Wind. Als er mir ganz nah ist, ist er ein halbgroßes Ferkel, ein Sechszehnjähriger und trägt einen Kasten voll alkoholischen Gesöffs gegen die Lenden gestemmt. Wenige Minuten später das gleiche. Der Verdächtigte erweist sich - im Nacken ein Rotschopf und reagiert ganz verdutzt auf den Giftblick hinter den dunklen Gläsern meiner Brille. Der Druck um meine Hand wird fester, da steht G neben mir und versteht alles.

Als wir dran waren, einander zu kennen sagte ich, betäubt von der Andersartigkeit, dem offensichtlichen und heimlichen Unterschied zwischen uns: Ich kenne nur Frauen, ich kenne keine Männer und er - Ich kenne alle Namen von Frauen.
11.9.07 21:41


1.7.07 12:54


ich meine, der schmerz habe unterm scheitel begonnen, jedoch kann auch mein unterleib das nest der angst sein, aus dem nass und ganz verklebt die furchtbarsten gedanken kriechen. jene, denen ich nicht rechtzeitig gnädiger henker bin, klatschen wie arme vögel mit dem genick gegen die wände der freiheit und brechen entzwei, es staubt aus meinem mund. zwei tage bald kein wort und mir ist, als müsse ich sterben. eine bitte würde ich in die erde senden, mich bücken und das grüne gras teilen, meinen mund senken und hineinflüstern, du sollest zu mir sprechen oder dich zeigen. doch gras gibt es nicht in dieser weltlosen einöde und du sitzt nicht im boden. ich bin weinerlich, schon den ganzen tag, erreiche nicht meine angst zu verbergen, allem was ich sage misch sich unweigerlich der klägliche ton eines verletzten tieres bei. wie will ich mir helfen. und wie ich dir helfen will. (ich weiß nicht.) und mein so intensives denken, dass es dich nicht erreicht - ist keine offene frage und kein zu lindernder schmerz. (ich denke ewig an dich und zärtlich.) dass es dir kein wunsch ist, von mir zu wissen, ist keine offene frage und ich verstehe alles. wohin soll ich meinen blick wenden. ich warte nur auf eine erlösende antwort. zwei tage erscheinen mir als ein ganzes leben. (und ich übertreibe nicht) zwei tage und ich habe keine hoffnung auf ein wort.
21.5.07 09:58


ein anderes mal war es vielleicht ein anderes
mal und alter gabs nicht auch nichts das ich meinte
nicht gesagt zu haben, ein anderes mal war
schon ein anderes mal, die hinterhofstufen.
24.4.07 22:57


lhx attac chopper

ein anderes mal war ich vielleicht fünf oder sechs und saß auf dem kamelhaarfarbenen sofa im zimmer meines bruders der war nicht da sein freund spielte LHX und nahm bodentruppen unter beschuss die mit panzerfäusten auf seinen helikopter zielten ich sah ihm zu und trank abgestandenes wasser aus einer flasche deren glas in sich gesplittert schien das etikett stand in fetzen gerissen von der flasche ab als habe jemand seine langeweile daran befriedigt es war im sommer der freund meines bruders nahm die hand vom joystick und schob sie ohne mich dabei anzusehen zwischen meine schenkel während ich die flasche vom ratlosen mund absetzte presste ich ganz ganz stumm meine schenkel aneinander und spürte wie meine knie aufeinanderdrückten er zwängte seine hand zwischen meine angespannten schenkel ich hielt die flasche in der hand und er zwängte seine finger zwischen all meine anstrengung in den mittelpunkt all meiner bemühung und konzentration als sei dies ihm ein ganz leichtes

dann legte er seine hand wieder um den joystick und wandte sich den kriegsfeinden zu ich setzte die flasche erneut an und ließ das wasser an den mundwinkeln herab den hals entlang in das unterhemd fließen es fühlte sich an wie eine haut und zersprang erst dann zu fetzen als es mir wild unter dem druck meines atems aus dem mund quoll und auf meine hose und das sofa platschte wo es dunkle flecken wasserhautfetzen hinterließ bis mein bruder kam war ich schon ganz nassgefroren
23.4.07 21:27


war

Wir werden nicht echt sein

bevor wir einander berühren
zerbrechen
bevor meine Schulter kopflos
Dir an die Schulter prallt

bevor wir einander erfassen
mit unseren Leben
die lächelnden Sonnenfalten
im Auge
werden zu echt

und wir
zerbrochen sein

und Du wirst lächeln, blaublut
und brüchig und ich werde
leisen, so weise wie Abend
der letzte am letzten

und fragen: sag, waren wir echt
im Heute im Winter


verliehe ich dem sehnen gestalt

tausendfuß geld

Im Fenster wahrt es
im Vergessen
blau Dein Blau
Dein Farblos

Am Fenster fließt es
selbstversessen
rot Dein Rot
Dein Vollrot
23.4.07 21:23


liebeserklärung -.-

Vielleicht gibt es so viele Menschen, weil es auch so viele Tage gibt und - nicht zu vergessen - so viel Platz hier und im All, genauso genommen unendlich viel Platz. Wenn nun jeder Mensch genau einen Tag in dieser Aneinanderreihung von Tagen bekommt, an dem er ausschöpfen kann, oder besser übergossen wird, mit allem was die Welt an Glück und Vollkommenem zu bieten hat - genau einen Tag in seinem Leben die Hauptperson spielt(denn diesen Gedanken hegen die Menschen ja des Öfteren, den Gedanken, dass die Welt möglicherweise alleine für sie konzipiert wurde und die Zeit außerhalb ihres Wahrnehmungsbereiches still steht) und an allen anderen Tagen zwangs- (mit dem Leben bezahlte) Nebendarsteller sind, so habe ich meinen Hauptpersonen-, die Glücksfee erscheint mir - Tag schon erlebt. Denn dieser Tag muss derjenige gewesen sein, an dem ich dich zum ersten Mal sah… [Denkpause] Ach, ich sollte mein eigener Verehrer werden, bei einer derartigen Erklärung würde ich nur so dahin schmelzen. [Denkpause] …Und wenn es nicht dieser Tag gewesen ist, dann wird es der Tag sein, an dem ich dich (schlicht) umbringe. [Denkpause] Oder vielleicht lieber doch nicht, ich wäre nicht sehr nett zu mir. [Denkende]

pauschalgedanke komplett

Im tiefsten Bariton der Gefühle kam ein Zwillingspaar zu mir, heute gegen Mittag und sprach:
„Wir sind zwei emanzipierte Waisenhäusler und suchen die Formel Gold herzustellen“. Nachdem meine Gefühle dann in Wellen erstarrten, stieg ich aus einem Zug und mein Kiefer war vom vielen Grinsen schrecklich verkrampft, gerade so, als habe ich einen riesigen Traktorreifen im Mund und käme nie dahinter wie ihn richtig zu kauen und das bei bebender Bauchdecke.

nicht viel name
23.4.07 21:18


kleidchenjunge vs stahlhelm

Besudelst mein Kleidchen, bist du denn ein Krankenmensch?
Soll ich dir irgendwas bringen? Ich bring dir alles zurück -
Ich liege da, im Haus, damit du mich nicht siehst, denn
du sollst mich nie sehen, du sollst mich nie hören,
wie ich daliege, mich an mir selbst berausche und mich an
bete, mit deinem Namen preise ich meine Leiden,
mit deinem Namen träufle ich Atem, wie Blut aus meiner Lunge.
Bist du denn ein Helfermensch? Besudelt mein Kleid.
Mir in die hohle Hand und ich bete deinen Namen, wie du liegst,
in meinem Garten, im Sommer, wartend auf - dein Kleidchen.
Ich bringe dir alles zurück, soll ich dir was bringen? Zieh dich an,
verpiss dich. Ironie, Kleidchenjunge, ich trage einen Helm.
23.4.07 21:14


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